Südafrika

Freitag, 22.11.2013

Momentan sitze ich schon seit 17 Stunden im Flugzeug, Ende ist noch nicht wirklich in Sicht. Aber, hey, vorhin bin ich über Deutschland geflogen. Hab an euch gedacht J

Obwohl ich sehr sehr viel in Südafrika gelernt habe, verlasse ich das Land mit mehr Fragen vor meiner Reise. Dieses Land ist das kontrastreichste Land, welches ich bislang kennenlernen durfte. Nicht nur die Landschaften: Meer, Berge, Niemansland, Dschungel, Halbwüste. Auch die Städte: Megastädte und winzig kleine Städte. Schon alleine die Vielfalt der Stämme und ihre unterschiedliche Sprache!

Während in den Hostels darum gebeten wird, die Dusche kurz zu halten aufgrund von Wassermangel läuft gleichzeitig der Sprenger und die Reinigung für den Pool. Nicht nur in unserem Hostel,  auch in allen anderen Villen. Und davon gibt es viele. Läuft man durch ein Villenviertel durch, endet man nach 10 min in einem Township. Man kann sich gar nicht ausmalen wie grotesk das wirkt. Die einfache Arbeit wird weitesgehend immer noch von den Schwarzen verrichtet. Und so wie mir viele Schwarze erzählt haben, gehört ihnen meist nie das Geschäft selbst. Das Geld fließt zu den Besitzern und ein wirklich kleiner Bruchteil in ihren Taschen. Und da der Stundensatz so billig ist, wird vieles bequemer für die Reicheren. Gartenarbeit, Putzen, etc. Man braucht kein Handschlag machen und auch nicht viel dafür zahlen. Die Leute sind in manchen Restaurant und teilweise Tankstelle einfach viel zu viel, stehen einfach rum. Aber anscheinend macht das keinem was aus. Kostet ja fast nichts. An Ampeln wird statt ein Ampelsystem zu installieren einfach drei Menschen (mal auch mehr) hingestellt. Die eine räumt das kreuz von der Straße, die andere (kein Scherz!!) drückt den Knopf damit die Ampel von rot auf grün springt, die dritte schwingt eine rote Fahne. Manchmal sitzen noch mehr rum. Oder einer verkauft Eis bzw Getränke. Das ist an einer Straßenseite, bei einer Kreuzung von nur zwei Straßen könnt ihr euch ja ausrechnen wie viel dort so beschäftigt sind. Zum Tanken muss man nicht mal aus dem Auto steigen. Auftanken und Autoputzen wird einem abgenommen. So wie das Geld zur Kasse zu bringen. Erübrigt sich alles.

Wo wir auch schon bei dem Thema Autos sind. Statt sich ein shcönes Eigenheim einzurichten, kaufen sich einige (viele) einfach ein gutes Auto. Ein Stautssymbol.  Ein deutsches Auto steht dafür: man hat es geschafft. Dementsprechend sieht man wahnsinnig viele deutsche Marken auf den Straßen und meist weiße Autos. Weiße Autos müssen allerdings stetig geputzt werden. Dies geschieht öfter (laut einem Hostelmitarbeiter) als die Reinigung der eigenen Klamotten. Die Aussage habe ich nie bezweifelt. An jeder Ecke gibt es Carwash. Was ist schon Wasserknappheit?

In einem Township habe ich ein laufenden wasserschlau gesehen. Lag einfach auf der Straße und das Wasser floss auf die Straße. Meine Begleitung meinte, dadurch, dass die Leute für Wasser und Elektronik nicht bezahlen, kümmern die sich auch nicht um den Verbrauch.

 

Zurück zu den Unterschieden. Die  Garden Route und die Wildcoast unterscheiden sich zudem wesentlich. Mir hat die Wilcoast besser gefallen, sie war irgendwie echter und authentischer. Schöner und noch freundlicher.  

Viele hatten vor meiner Abreise gewisse Bedenken. Aber mit einem Funken Menschenverstand kann man den Gefahren aus dem Weg gehen. Ich habe mich nicht einmal bedroht oder belästigt gefühlt. Unangenehm sind nur die afrikansische touristen märkte.. Aber auch nur, weil alle wollen, dass du dein Geld bei Ihnen lässt. So ist das aber auch in Spanien, Türkei etc.  Ab und an tat mir meine ablehndne Haltung schon leid, da ich meistens keine Gespräche auf der Straße angefangen habe. Vourteile formen nunmal das Verhalten. Manchen habe ich einfach nicht die Chance gegeben mich wilkommen zu heißen und wirkte sicherlich daher nochmal eine Spur arroganter. Viele von den Weißen in Südafrika kamen mir vor, als haben sie regelrecht „angst“ vor den Schwarzen. Von den Weißen wurde ich des öfteren abgeraten irgendwo hin zu gehen. Die Schwarzen sehen in so ziemlich allen Sachen gar keine Probleme. So kam es auch, dass ich ein Abend in einem Township hineinjoggte (nach Nachfrage bei meinem schwarzen Hostelbesitzer, ob die Streck O.K wäre). Bin allerdings dann wieder umgedreht.

Johannesburg war allerdings eine ganz andere Erfahrung für mich alleine. Da wirklich alle Johannesburg als „gefährlich“ einstufen, wurde auch ich davon geprägt.  Ich zog mir das shcmuddeligste Tshirt an, nahm nur ein wenig Geld und mein altes Handy mit und lief zur Mall. Ehrlich, ich hab mir fast in die Hose gemacht. Aber so prägt uns halt das Gerede. Es ist natürlich nichts passiert. Joburg ist für und an sich eigtl keine schlechte Stadt. Auch wenn das alle sagen. Denn die Stadt ist super grün. Allerdings verschwinden alle schöne Häuser hinter Betonzäunen mit montierten Kameras plus Stacheldrahtzaun oder Elektrozaun. Wahlweise auch beides. Man fühlte sich in Joburg eher wie in einem Gefägnis in dem man sich selbst einsperrt. Aber das Einsperren und die Zäune findet man in ganz Südafrika. Jedes Hostel hat ein Zaun, mit Elektro Code und pipapo.

Einmal habe ich wirklich ein Fussballfeld geshen( ganz einfach, im Tor gab es natürlich keine Netze nur zwei Holzstämme zusammen genagelt). Das Feld war erst mit einer Betonmauer und dann mit Stacheldraht umrandet.. Das ist wirklich abgefahren, was die Südafrika mit ihren Zäunen da machen. Aber ich weiß, begründet werden die Zäune mit der absoluten großen Spanne von Arm und reich. Und auch verständlich. Wenn man in einem Township lebt und jeden Tag 12+ Std arbeiten geht und trotzdem nicht dort rauskommt, kann man sicherlich auf falsche Gedanken kommen. Besonders wenn man weiß, dass dein Boss drei Villen (eine in den Bergen, eine in Kapstadt und eine am Meer) besitzt.

So ist das nunmal in Südafrika, Eine Menge muss da noch geschehen. Und ich denke zu erst in den Köpfen der Menschen.  Trotzdem bewundere ich das Land und besonders die Unterdrückten der Apartheit. Wenn man so behandelt wurde und trotzdem sich für eine GEMEINSAME Zukunft, statt Rache einsetzt, bewundere ich das aus vollem Herzen.

Im ürbigen. Alleine reisen kann ich nur Empfehlen. Man trifft unglaublich viele Menschen, boslang habe ich keine Freundschaft fürs Leben geschlossen, aber gerade deswegen trifft man so unterschiedliche Menschen. Es tut mal ganz gut sich in eine Umgebung zu geben, die komplett neu ist. Man erfährt viel über sich und lernt einiges dazu. 

 

 

Drakensberg

Freitag, 22.11.2013

Die Drakensberge sind wunder-, wunderschön. Ich hatte mich schon die ganze Zeit aufs Wandern dort gefreut und wurde nicht enttäuscht. Das Hostel vermietete Mountainbikes. Das nutze ich am ersten Tag, was durchaus wirklich Mountainbike fahren war und sehr anstrengend bei geschmeidigen 30 C. Ich war mit einem Italiener unterwegs, der weder eine Orientierung noch eine Ahnung hatte wie man eine Karte liest. Und zudem über Wasser nicht nachgedacht hat. Wodurch meine Flasche Wasser schnell leer wurde und wir nach einiger Zeit umkehren mussten. Trotzdem sehr schön!

 

Am nächsten Tag besuchte ich Lesotho. Ein eigenes Land innerhalb von Südafrika. Das drittärmste Land der Welt und das höchstgelegenste. Sotho bedeutet Berg. Wenn ihr die Bilder seht versteht ihr den Namen schon ;) Dort habe ich das furchtbarste Bier getrunken. Ich hatte schon in den Twonships das einheimische Bier probiert, welches auf nicht ganz europäischen Niveau gebräut wurde. Das Lesotho Bier schmeckte allerdings sauer und hinterließ einen sandigen Geschmack…. Nicht ganz nach dem Reinheitsgebot. Fahnen an den Häusern bedeutet je nach Farbe etwas ganz bestimmtes. Eine weiße Fahne symbolisiert das hier Bier erhältlich ist, gelb bedeutet, dass es Ananasbier gibt, rot bedeutet es gibt Fleisch und grün steht für Gemüse. Man hilft sich eben gegenseitig in einen der ärmsten Länder der Welt. Das Land erfuhr in den letzten drei- vier Monaten nur 3 mal Regen. Eine Dürre, die die Armut nur noch mehr verschärft. Während der Apartheid baute Südafrika Staudämme und nahm somit Lesotho das Wasser weg, um die Großstädte wie Joburg und Durban zu versorgen. Nach der Apartheit wird gezahlt. Zum Spottpreis versteht sich. Das Geld fließt in den Taschen der politker statt in Schulen oder Infrastruktur.  Nach der Wende in Südafrika wurde Lesotho angeboten als weitere Region in Südafrika eingegleidert zu werden. Die Bevölkerung, laut unserem Führer, war dafür. Allerdings hätte dies für die regierenden Politker weniger Geld bedeutet (für die eigene Taschen) und wurde somit abgelehnt. Erschreckend war auch dass der Führer uns erzählt hat, dass man die San-Bevölkerung bis 1980 jagen (!) Erschießen (!) durfte. Galt als Touristen attraktion. Ich muss nicht sagen wie furchtbar ich das finde. Im Internet habe ich allerdings keine Infos dazu gefunden. Bemalungen dieses Volkes konnten wir in Lesotho sehen. Die Bemalungen werden leider nicht restauriert und verfallen somit leider immer weiter.

 

Am nächsten Tag wurde gewandert. Aber seht selbst!

 

Umzumbe

Freitag, 22.11.2013

Umzumbe ist kurz vor Durban. Dort war ich am Strand und bin an einem Tag von der größten Schaukel der Welt gesprungen /geschwungen.

 

Das Hostel in dem ich war, war mega geil. Wie in einem Dschungel. Überall Palmen und es gab nur kleine Wege, die man folgen konnte, um von A nach B zu kommen. Das Hostel hatte einen Pool, Jacuzzi, viele Hängematten (ich liebe sie), Baumhäuser (als Schlafzimmer) sowie ein Tipi (als Schlafzimmer) und ein Yoga und Massage raum.

 

 

:)

 

 

Coffee Bay

Donnerstag, 07.11.2013

Coffee Bay ist sehr abgelegen, daher hatte ich in den letzten Tage auch kein Internet ;)

 

Es ist dadfür aber noch umso schöner. Es ist schwer nun alles in Worte zu packen. Die Häuser bspw sind sehr ärmlich und trotzdem sind alle so unfassbar freundlich. Die Steine werden aus Graß und Schlamm erstellt. Mag man kaum glauben aber wenn es regnet, muss man aufpassen dass das Haus nicht wegschwimmt. Repariert wird das ganze dann  mit Kuhscheiße (und das ist wirklich kein Witz!!). Der Boden wird genauso erstellt. Mit getrockneter Kuscheiße. Einem Mädchen ist ein Glaß Lemonade umgekippt. Das zog dann einfach ein. 

 

Der Ort gilt als Paradies für Surfer. Surfunterricht kostet hier umgerechnet circa 3,5 € für 2 stunden. Unschlagbar günstig. Auch das Essen war günstig und mega gut!

 

Die einzige "Attraktion" war ein Felsen zu den wir hin gewandert sind. In dem Felsen ist ein Loch. Irgendwie hat das Wasser es geschafft, dieses Loch in den Felsen zu hämmern. Aber seht selbst :)

Hogsback

Mittwoch, 06.11.2013

Hogsback war einer meiner Lieblingsorte. Eine sehr sehr geile Gegend. Der Auto von Herr der Ringe hat hier als Kind gelebt und so sieht es auch aus. In der Gegend gibt es 300 (!!) wasserfälle. 

 

Die gegend wird als "homeland" bezeichnet. Die Farbigen wurden hier in diesem Gebiet umgesiedelt und kaum ein weißer hat hier gelebt. Daher ist die Gegend immer noch sehr arm aber dafür um so schöner. Man bekommt langsam ein richtiges Afrikagefühl. In Hogsback selbst leben nur 200 Leute und die Einweohner achten darauf, dasds die Stadt nict wächst. Sie liegt mitten auf einem Berg. Daher war der erste Tag total nebelig und man konnte nichts sehen, da man quasi in der wolke gelebt hat ;) Das Wetter wurde dann aber besser. Zum Wandern konnte man die Hostelhunde mit nbehmen, die einem den Weg gezeigt haben und nach dem Wandern in die Badewanne springen :) und nach der badewanne saß man dann im wohnzimmer vor dem offenen feuer. Und wenn man möchte kann man sich wenn es dunkelt in die badewanne legen und sternschnuppen betrachten und einen absolut geilen sternenhimmer bewundern. traumhaft.

Jeffereys Bay

Mittwoch, 06.11.2013

J.-Bay ist ein surfort und das merkt man der stadt auch an. Bis auf den Strand und ein Billabong Outlet hat die stadt aber nicht viel zu bieten.  Dafür hatte ich da auch meine erste Surfstunde. Bilder gibt es diesmal nicht, da ich keine gemacht habe :)

Knysna

Mittwoch, 06.11.2013

Knysna ist eine wunderschöne Stadt an der Garden Route. Mein Backpacker lag wunderschön auf einem Berg. Hat somit einen tollen Ausblick über die Stadt geboten. Ich fand die Stadt ein wenig verschlafen, darum waren zwei Nächte mehr als genug. 

 

Bin dort ein bisschen wanderen und laufen gegangen und viel gelesen, da ich endlich einen Bücherladen gefunden habe. 

Mossel Bay

Mittwoch, 30.10.2013

Ich muss sagen, dass Mossel Bay nicht meine LIeblingsstadt geworden ist. 

 

Da diese Stadt noch einen funktionierenden Hafen hat, ist sie sehr industriell geprägt. Mein Hostel war allerdings 1a! Das war ein alter Zug der umgebaut wurde. Direkt am Strand! Herrlich! 

 

Da es bei meiner Ankunft geregnet hat, bin ich ins Museum gegangen, wo das Schiff von Diaz (der als Erster in Mossel Bay gelandet ist) aufgebaut wurde. 

 

Mossel Bay ist für Shark Diving, Sky diving und sand surfing bekannt. Ich bin morgens vor meiner Abfahrt nach Knysna Sand surfen gegangen. Runter war easy, die DÜnen wieder hoch zu klettern war aber was ganz anderes! 

 

Hermanus

Mittwoch, 30.10.2013

Hermanus ist eine süße kleine Stadt direkt am Meer. 

 

Bekannt ist die Stadt dafür, dass man vom Ufer ganz gut Wale beobachten kann. Das habe ich halbwegs gemacht. Aber eigentlich bin ich einmal richtig lange laufen gegangen. Das war anstrengend genug ;)

 

Den ein oder anderen Wal habe ich aber dennoch gesehen. Zum Laufen hatte ich allerdings leider nur meine kleine Kamera mit. Daher leider keine Wal fotos.

 


Stellenbosch

Mittwoch, 23.10.2013

Passend zu den ganzen Studenten, die sich hier befinden gibt es auch wahnsinnig viele Weingüter. Anscheinend passen Studenten und Wein ganz gut zusammen.

 

So kam es auch, dass ich am ersten Tag eine Weintour gemacht habe. Natürlich fühlte ich mich mit bereits beschwipsten 60 jährige halb australier- halb südafrikaner recht jung aber die waren alle ziemlich cool drauf und die eine hat mir auch ein paar interessante sachen erzählt bzgl. ihrer kindeheit (apartheid auswanderung nach australien etc.) das seltsame war nur, dass sie halt coloured war und so zu mir meinte: wie heißt das nochmal wo all die farbigen wohnen? ich so : äm twonships? und sie nur: ja genau, also wir haben da morgen ein organisiertes abendessen aber irgendwie weiß ich ja nicht ob das ganz sicher ist...

Die Weingüter an sich waren traumhaft. eine wunderschöne aussicht und geile alte Häuser.

Heute bin ich dann in ein anderes hostel gezogen, mit swimmingpool. eigtl sieht es mehr aus als sei ne villa zu einem hostel gebaut wurde. Richtig geil. Die Sonne hat sich auch gezeigt. Morgens war ich dann erst in einem langweiligen Museum und danach hatte ich eine Privattour in einem Township. Das war echt anders und heftiger als das in Johannesburg. So  richtig wweiß ich nicht was ich davon alles halten soll. Einige Sachen sind mir in der Hinsicht wirklich unklar. Bspw. spürt man keinen Hass uns "weißen" gegenüber. Und gerade wenn man diese Armut und den Wohlstand sieht, könnte man einen gewissen Hass durchaus nachvollziehen. Das eine Bild allerdings entstand mit einer Einwohnerin im Township. Mein Guide hat mir erzählt, dass es für sie noch so etwas wie ein privileg sei eine weiße anzufassen, weil sie dies ja früher nicht durfte. Die Kinder rennen zu einem und versuchen sich mit dir zu unterhalten. Mein guide hat auch mir seine klick-klack sprache gezeigt. Also das ist wahrscheinlich tausendmal schwieriger als chinesisch zu lernen. In einem Kindergarten lagen die Kinder alle auf Matratzen. Sie wurden zu einem zweistündigen Mittagsschlaf gezwungen. Ich denke einige von euch würde das gefallen ;) 

 

Ach und das eine Bild mit den aufgeschnitten Behältern: Da wird gerade Bier produziert.ein "kleiner Unterschied" zwischen der Weingegend und der Biergegend. In dem Sinne: Cheers!

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.